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Neubaustandard ab 2023 – EH55 oder EH40

Veröffentlicht von S Immobilien RNN on 19. September 2022
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Archivhinweis: Dieser Beitrag gibt den Informationsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Gesetzliche Vorgaben, Förderprogramme und Konditionen können sich inzwischen geändert haben. Bitte prüfen Sie aktuelle Angaben bei der jeweils zuständigen offiziellen Stelle.

Neubaustandard EH55 ab Januar 2023

Als Ende Januar 2022 die Förderung für Neubauvorhaben mit dem Standard EH55 durch die Bundesregierung eingestellt wurde, standen zahlreiche Investoren und Häuslebauer vor der Frage, wie es denn nun weiter gehen soll. Es waren später zwar doch wieder Anträge möglich, aber die Entscheidung, die Förderung nicht weiterzuführen, sorgte für viel Unmut unter den Bauleuten.

Ab dem 01.01.2023 gilt der Standard EH55 bei Neubauten. Der Primärenergiebedarf entscheidet in Zukunft und nicht die Art bzw. Bauweise der Gebäudehülle, den hier verändert sich nichts. Der Energiestandard EH55 bezieht sich auf die Menge an Energie, die man in ein Gebäude stecken muss. Weiter wird es wichtig sein, welche Art von Energie für das Gebäude benötigt wird, denn ab dem Jahr 2024 gilt die 65 % Regel wie in unserem News-Artikel Gasheizung Verbot erläutert.

Neuer Standard EH55 ohne Verschärfungen

Der ab 2023 geltende Neubaustandard hat jedoch keine Verschärfung der Gebäudehülle zum Ziel. Für niedrige Energieverbräuche ist eine gut gedämmte Gebäudehülle ein wesentlicher Faktor. Auch eine moderne Heizungsanlage arbeitet nur dann effizient, wenn sie zum Gebäude und zum erforderlichen Temperaturniveau passt. Die Umstellung der Heizungsanlage muss also Hand in Hand mit der Optimierung der Gebäudehülle gehen.

Bleibt es beim Standard EH40 ab 2025?

Wird man heute nicht genau sagen können, aber es ist so im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Es gilt jedoch abzuwarten, ob EH40 ähnlich wie EH55 wieder als Primärenergie-EH40 ausgelegt wird. In den letzten 3 Jahren haben sich die Anforderungen für die Neubauförderung mindestens 3-mal verändert, was auch nicht wirklich für Vertrauen bei den Bauleuten und Investoren sorgt.

Welche Förderungen gibt es?

Ab 2023 soll es die Förderung „Klimafreundliches Bauen“ geben, welches auf das Siegel nachhaltiges Bauen (QNG) setzt. Es sind nur noch wenige Monate bis zur Umsetzung von EH55, aber bis heute gibt es noch keine klare Regelung, weshalb sich viele Energieberater scheuen, die Fortbildung zum QNG zu machen.

Nachhaltigkeitskriterien bei Neubau und Sanierung

Bei Neubau und Sanierung sollten Energiebedarf, Gebäudehülle, Anlagentechnik und weitere Nachhaltigkeitskriterien gemeinsam betrachtet werden. In dem Neubaustandard EH55 ist z.B. ein mehr an Dämmung nicht vorgesehen. 

Unser Fazit: Unabhängig von rechtlichen Mindestanforderungen kann es sinnvoll sein, bei Neubau oder Sanierung einen energetischen Standard zu planen, der zum Gebäude, zur Nutzung und zum Investitionsrahmen passt. Eine sehr moderne Wärmepumpe inkl. Photovoltaik Anlage kann nur effizient arbeiten, wenn die erzeugte Wärme/Energie nicht ungehindert durch die schlecht gedämmte Außenhülle des Gebäudes entweichen kann.

Mehr Infos zu dem Thema finden Sie auf der Seite des Zentralverband Deutsches Baugewerbe 

Rechtliches: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- und/oder Rechtsberatung dar. 

Bildnachweis: @ArturVerkhovetskiy/Depositphotos.com

FAQ ZUM NEUBAUSTANDARD AB 2023

Häufige Fragen zu EH55, EH40, Primärenergiebedarf, Gebäudehülle, klimafreundlichem Bauen und zur Bedeutung energieeffizienter Neubauten in Weinheim und der Rhein-Neckar-Region.

Worum geht es im Artikel „Neubaustandard ab 2023 - EH55 oder EH40“?
Der Artikel erklärt den ab 2023 geltenden EH55-Standard für Neubauten. Im Mittelpunkt stehen Primärenergiebedarf, Gebäudehülle, Förderung, EH40, QNG, nachhaltiges Bauen und die Kombination effizienter Technik mit guter Dämmung.
Was bedeutet EH55 beim Neubau?
EH55 beschreibt laut Artikel einen Energiestandard, der sich auf die Energiemenge bezieht, die ein Gebäude benötigt. Entscheidend ist vor allem der Primärenergiebedarf im Vergleich zu einem Referenzgebäude.
Was änderte sich ab dem 1. Januar 2023?
Laut Artikel gilt ab dem 1. Januar 2023 der Standard EH55 bei Neubauten. Die Änderung betrifft vor allem den Primärenergiebedarf, während die Gebäudehülle nicht direkt verschärft wurde.
Warum bleibt die Gebäudehülle trotzdem wichtig?
Der Artikel betont, dass eine gut gedämmte Außenhülle für eine optimale Energieeffizienz elementar ist. Fassade, Dach, Kellerdeckendämmung, Fenster und Türen müssen zur Heiztechnik passen, damit Energie nicht unnötig verloren geht.
Welche Rolle spielt EH40 im Artikel?
Der Artikel beschreibt EH40 als möglichen künftigen Standard, verweist aber auf Unsicherheit bei der konkreten Ausgestaltung. Besonders Bauleute und Investoren sollten solche Entwicklungen frühzeitig beobachten.
Welche Förderung wird im Artikel genannt?
Der Artikel nennt die Förderung „Klimafreundliches Bauen“ und verweist auf das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude, kurz QNG. Konkrete Förderfähigkeit und Anforderungen müssen jeweils aktuell geprüft werden.
Warum sollten Neubau und Sanierung ganzheitlich betrachtet werden?
Der Artikel erklärt, dass Energieeffizienz nicht nur von moderner Heiztechnik abhängt. Wärmepumpe und Photovoltaik können nur effizient wirken, wenn Gebäudehülle, Dämmung und Energiebedarf sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.
Kann S Immobilien RNN bei Neubau- und Energiefragen in Weinheim unterstützen?
S Immobilien RNN kann bei immobilienbezogenen Fragen zu Kauf, Verkauf, Bewertung und regionaler Einordnung von Neubauten oder Bestandsimmobilien in Weinheim und der Rhein-Neckar-Region unterstützen. Für verbindliche Energieberatung, Förderfragen oder Fachplanung sollte zusätzlich eine qualifizierte Fachberatung einbezogen werden.

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